80er-Kind

Geschichten aus meinem Leben, vom Laufen, Reisen und Vatersein

Schlagwort: Marathon (Seite 1 von 3)

Kostenlose Marathontrainingspläne – Eine Übersicht

Spätestens mit der Vorbereitung auf einen Marathon beginnt in der Regel die Suche nach einem geeigneten Plan, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Der Plan soll dem Training Struktur geben und vor Fehlern schützen. Welcher Plan geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab: Den persönlichen Ambitionen, der Zeit, die man in das Training investieren möchte und kann. Manchem liegt es eher, nach einer vorgegebenen Pace zu trainieren, manche mag es lieber, wenn sie auf ihren Puls schaut.

Und wo findet man solche Pläne heutzutage? Genau, im Internet. Na gut, es gibt natürlich auch unzählige Bücher mit Standardtrainingsplänen für unterschiedliche Zielzeiten, Profis, die mehr oder weniger individuelle Trainingspläne schreiben und sogar Anleitungen, wie man sich selbst einen Trainingsplan schreibt. Gerade als Einsteiger möchte man aber vielleicht zunächst die Investitionen gering halten und auf einen der kostenlose Standardtrainingspläne im Internet zurückgreifen, ohne sich gleich an die hohe Kunst zu wagen, seinen eigenen Plan zu schreiben.

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Berlin…du bist so wunderbar!? Berliner Halbmarathon 2019

Als ich mit Nils etwas abseits zwischen den Möbeltransportern mit den Kleiderbeuteln sitze, bin ich vollauf zufrieden. Schon allein, dass ich mitlaufen konnte, ist eine tolle Sache. Zufrieden macht mich auch der Kampf, den ich mir mit mir selbst geliefert habe. Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, nach einem Rennen im Ziel zu sein und zu wissen – du hast es geschafft. Hast alles mobilisiert, hast dich durchgekämpft, hast vielleicht den Lauf deines Lebens gehabt, vielleicht auch den härtesten. Es ist nicht das Ergebnis, das dieses Gefühl erzeugt, sondern einfach das Erlebnis des Laufs selbst. Mit all seinen Höhen und Tiefen, den vielen kleinen Geschichten, den Anekdoten. Jeder Lauf ist ein kleiner Kosmos an Eindrücken, etwas Bleibendes, ein kleines Stück gemeinsame Geschichte. Gerade dann, wenn man ihn mit anderen teilt.

Für mich hat es heute nicht gereicht zu einer Bestzeit, aber das war auch nicht zwingend das Ziel, das ich verfolgt habe, es wäre sogar vermessen gewesen, es anzunehmen, bei dem Trainingspensum der letzten vier Wochen. Versucht habe ich es trotzdem. Es sollte ein gelungener Formtest werden für den in vier Wochen steigenden Gutenberg Marathon. Und mit Fug und Recht kann ich sagen, dass ich den bestanden habe. Und über eine kleine Bestzeit konnte ich mich dann doch noch freuen, auch wenn sie nur inoffiziell ist.

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Der Countdown zur Bestzeit nach Peter Greif – Ein Selbstversuch

Die Vorbereitung auf den Gutenberg-Marathon in Mainz geht für mich in die heiße Phase und am Sonntag steht mit dem Halbmarathon in Berlin der erste große Formtest auf dem Programm. Nur vier Wochen verbleiben noch. Vier Wochen, in denen ich meiner Form den Feinschliff gebe. Vier Wochen, in denen mich ein gewisser Peter Greif noch quälen wird. Zeit für ein Zwischenfazit und ein Ausflug in die Welt meines Trainingsplans

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Eine schöne Art von Spam

Als ich Anfang der Woche mein E-Mail-Postfach aufräumte, schlummerte darin eine schöne Überraschung – ausgerechnet im Spam-Ordner. Absender waren die Organisatoren des VIVAWEST-Marathons, die mir ohne schnörkellos Glückwünsche nebst Freistart-Code für die diesjährige Veranstaltung am 19.5. zukommen ließen. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht mehr bewusst daran erinnern konnte, aber offenbar hatte ich an einem Gewinnspiel der Webiste laufen.de teilgenommen – was nicht ungewöhlich ist. Nur gewonnen hatte ich noch nie. Ich war ein wenig perplex von der geschäftsmäßigen Abwicklung, aber nichtsdestoweniger natürlich positiv überrascht.

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Langsam laufen lernen

Ich bin verunsichert. Als ich im letzten Jahr erstmals nach längerer Marathon-Abstinenz wieder systematisch für einen Marathon zu trainieren begann, hatte ich mich sehr schnell auf einen Trianingsplan festgelegt und folgte diesem ohne große Zweifel. Diese kamen erst, nachdem ich in Hamburg einmal mehr gegen die Wand lief. Es war wie immer: 30 Kilometer lang geht es mehr oder weniger gut, dann kommt der große Einbruch.

In der Vorbereitung auf den Herbstmarathon in Dresden stellte ich dann mein Training um. Die langen Läufe machte ich jetzt noch schneller – entgegen der allgemeinen Trainingsempfehlungen, aber im Einklang mit meinem Plan. Klingt rückblicken betrachtet bescheuert, aber das war es, was ich tat. Die Zweifel allerdings begleiteten mich fortan und wurden erneut bestätigt. Anderer Lauf, gleiches Muster.

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Blut ist im Schuh

Das Bild ist schon ein paar Tage alt, aber es erinnert mich daran, dass Marathontraining auch mal schmerzhaft sein kann. Damals – im November 2013 – trainierte ich frei nach Schnauze und auf keinen speziellen Wettbewerb hin. Ich hatte schlicht vergessen, mir am Abend vor dem Lauf die Laufsocken herauszulegen und als ich frühmorgens den Schlamassel bemerkte, wollte ich Kind #1, das nachts ins Schlafzimmer gehuscht war, nicht wecken. Oder schlimmer noch: Eine Einheit ausfallen lassen! Bloß nicht.

Rücksichtnahme mit fatalem Ergebnis. 15 Kilometer oder mehr ging es gut, dann begannen die Innenseiten beider Füße zu bluten. Die Nähte hatten die Haut aufgescheuert. Das machte die letzten Kilometer zu einer lehrreichen Erfahrung. Barfußlaufen funktioniert eben nur barfuß. Oder speziellen Schuhen. Seitdem: Nie mehr ohne!

Nur 10 Tage bis Damaskus

3.000 Kilometer! Seit ich meine Läufe systematisch aufzeichne, bin ich noch in keinem Jahr so viel gelaufen wie 2018. Mit meinem gestrigen Trainingslauf sind es jetzt bereits knapp über 3.000 km. Gut 1.000 km mehr als in den vergangenen Jahren und immer noch 500 km mehr als 2013, dem Jahr mit dem zweitgrößten Umfang in meiner Zeit als Läufer.

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Der Dom ist das Ziel – RheinEnergie Marathon Köln

Mit der vorgestern erfolgten Anmeldung für den RheinEnergie Marathon in Köln steht mein Gerüst für die Laufplanung 2019. Ein Marathon im Frühjahr, einer im Herbst und drumherum einige kleinere Läufe als Vorbereitung.  Was simpel klingt, war gar nicht so einfach. Auch dadurch, dass mit der Anmeldung für den Halbmarathon in Berlin einige der üblichen Frühjahrsläufe ausschieden, so zum Beispiel Bonn oder auch das Heimspiel in Hannover. Hamburg wollte ich nach meinem Start im letzten Jahr auch nicht wiederholen, womit sich das Feld der Kandidaten für das Frühjahr bereits deutlich ausdünnte. Der Marathonkalender hält für das Frühjahr tatsächlich deutlich weniger interessante große Läufe bereit als im Herbst.  Lange liebäugelte  ich mit dem VIVAWEST-Marathon, entschied mich aber dagegen, weil er schon vergleichsweise spät im Jahr stattfindet und mir die Gefahr, dass es Mitte Mai zu einer Hitzeschlacht käme, einfach zu groß war.

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Lauf schneller, wir haben Hunger! Neue Bestzeit beim 20. Piepenbrock Dresden-Marathon 2018

Als wir in der Menge der Starter stehen und der Moderator uns animiert für ein paar gute Fotos die Hände in die Luft zu recken und zu klatschen, stellen sich mir die Haare auf. Jetzt habe ich Bock! Ich bin schon froh, am Start zu stehen und so langsam packt mich die Energie. Der Schwindel, der mich die letzten Tage über gequält hat, ist rechtzeitig zum Start verschwunden. Vielleicht nicht ganz, wenn ich mir selbst gegenüber die Wahrheit akzeptiere, aber er ist auf ein Maß gesunken, dass mich nicht beeinträchtigt, kaum mehr spürbar. Als Ausrede für eine schlechte Leistung taugt es jetzt jedenfalls nicht mehr. Am Freitagabend aber, war ich mir nicht sicher, ob ein Start die beste Entscheidung sei. Die Apothekerin in Dresden wirkte zumindest ernsthaft besorgt und empfahl mir, definitiv auf sportliche Belastung zu verzichten. Hätte die gewusst! Ohne weitere Medikation verließ ich die Apotheke und beäugte leicht kritisch in den folgenden Stunden meine Pulsuhr. Einigermaßen normal. Oder nicht?

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Zwischen Hoffen und Bangen

In den letzten Wochen habe ich oft an mir gezweifelt. Wenn ich von einem Lauf zurück gekommen bin, hätte ich die Laufschuhe ein ums andere Mal in die Ecke feuern können. So viele eher schlechte Läufe, so oft hinter den Vorgaben, so oft musste ich mich quälen. Mit jedem dieser miesen Läufe nahm meine Motivation ab, schwanden meine Zuversicht und der Glaube an das Erreichen meines selbst gesteckten Ziels.

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