Das Bild ist schon ein paar Tage alt, aber es erinnert mich daran, dass Marathontraining auch mal schmerzhaft sein kann. Damals – im November 2013 – trainierte ich frei nach Schnauze und auf keinen speziellen Wettbewerb hin. Ich hatte schlicht vergessen, mir am Abend vor dem Lauf die Laufsocken herauszulegen und als ich frühmorgens den Schlamassel bemerkte, wollte ich Kind #1, das nachts ins Schlafzimmer gehuscht war, nicht wecken. Oder schlimmer noch: Eine Einheit ausfallen lassen! Bloß nicht.

Rücksichtnahme mit fatalem Ergebnis. 15 Kilometer oder mehr ging es gut, dann begannen die Innenseiten beider Füße zu bluten. Die Nähte hatten die Haut aufgescheuert. Das machte die letzten Kilometer zu einer lehrreichen Erfahrung. Barfußlaufen funktioniert eben nur barfuß. Oder speziellen Schuhen. Seitdem: Nie mehr ohne!