80er-Kind

Geschichten aus meinem Leben, vom Laufen, Reisen und Vatersein

Seite 2 von 4

Vergiss Mailand! Urlaub in Bergamo mit Kind – Ein Erfahrungsbericht

Zugegeben, ich hatte von Bergamo zwar schon gehört, aber eine konkrete Vorstellung von der Stadt hatte ich nicht. Ich wusste weder wo sie innerhalb Italiens lag, noch konnte ich irgendwas Fundiertes über die Stadt sagen. Das einzige, das ich konkret benennen konnte, war der Fußballverein Atalanta. Für Ryanair ist die Stadt eher der Flughafen für Mailand, als ein eigenständiges Ziel und wird daher schlicht als „Mailand Bergamo“ geführt. Das wird der Stadt zwar nicht gerecht, aber genau auf diesem Weg bin ich vor ein paar Jahren auf sie gestoßen. Beim Herumstöbern, welche Ziele Ryanair von Deutschland anfliegt, wurde mir „Mailand Bergamo“ angezeigt. Mailand interessierte mich nicht sonderlich, doch aus Neugier bemühte ich die Google Bildersuche, um mir Bergamo selbst „anzusehen“. Und was soll ich sagen? Die Bilder „fixten mich an“. Sie zeigten eine mittelalterlich anmutende Stadt, die vor der Kulisse schneebedeckter Berge auf einem Hügel thronte. Besonders ein Bild faszinierte mich. Die Stadt ragte darauf aus einem Wolkenteppich, der den Hügel der Altstadt umgab wie ein Meer, der Himmel lila und in den Gassen der Altstadt hing noch morgendlicher Nebel (zu sehen ist das Bild hier).

Weiterlesen

Nur 10 Tage bis Damaskus

3.000 Kilometer! Seit ich meine Läufe systematisch aufzeichne, bin ich noch in keinem Jahr so viel gelaufen wie 2018. Mit meinem gestrigen Trainingslauf sind es jetzt bereits knapp über 3.000 km. Gut 1.000 km mehr als in den vergangenen Jahren und immer noch 500 km mehr als 2013, dem Jahr mit dem zweitgrößten Umfang in meiner Zeit als Läufer.

Weiterlesen

Der Dom ist das Ziel – RheinEnergie Marathon Köln

Mit der vorgestern erfolgten Anmeldung für den RheinEnergie Marathon in Köln steht mein Gerüst für die Laufplanung 2019. Ein Marathon im Frühjahr, einer im Herbst und drumherum einige kleinere Läufe als Vorbereitung.  Was simpel klingt, war gar nicht so einfach. Auch dadurch, dass mit der Anmeldung für den Halbmarathon in Berlin einige der üblichen Frühjahrsläufe ausschieden, so zum Beispiel Bonn oder auch das Heimspiel in Hannover. Hamburg wollte ich nach meinem Start im letzten Jahr auch nicht wiederholen, womit sich das Feld der Kandidaten für das Frühjahr bereits deutlich ausdünnte. Der Marathonkalender hält für das Frühjahr tatsächlich deutlich weniger interessante große Läufe bereit als im Herbst.  Lange liebäugelte  ich mit dem VIVAWEST-Marathon, entschied mich aber dagegen, weil er schon vergleichsweise spät im Jahr stattfindet und mir die Gefahr, dass es Mitte Mai zu einer Hitzeschlacht käme, einfach zu groß war.

Weiterlesen

Ein Jahr, drei Bestzeiten und das Ziel Sub40

2018 bin ich so viele Kilometer gelaufen wie noch nie in meinem Leben. Was einerseits daran liegt, dass ich von Verletzungen und langwierigen Krankheiten verschont geblieben bin, andererseits daran, dass ich mir hohe Ziele gesteckt hatte. 2.700 km sind es bisher und wohl an die 3.000 km am Jahresende. Knapp 60 km jede Woche bei Wind und Wetter. Und doch habe ich mein selbst gestecktes Ziel vom Marathon unter 3:15 Std. nicht erreicht. Gleich zweimal habe ich es verpasst. Zuerst im Frühjahr in Hamburg, dann erst vor kurzem in Dresden.

Weiterlesen

Lauf schneller, wir haben Hunger! Neue Bestzeit beim 20. Piepenbrock Dresden-Marathon 2018

Als wir in der Menge der Starter stehen und der Moderator uns animiert für ein paar gute Fotos die Hände in die Luft zu recken und zu klatschen, stellen sich mir die Haare auf. Jetzt habe ich Bock! Ich bin schon froh, am Start zu stehen und so langsam packt mich die Energie. Der Schwindel, der mich die letzten Tage über gequält hat, ist rechtzeitig zum Start verschwunden. Vielleicht nicht ganz, wenn ich mir selbst gegenüber die Wahrheit akzeptiere, aber er ist auf ein Maß gesunken, dass mich nicht beeinträchtigt, kaum mehr spürbar. Als Ausrede für eine schlechte Leistung taugt es jetzt jedenfalls nicht mehr. Am Freitagabend aber, war ich mir nicht sicher, ob ein Start die beste Entscheidung sei. Die Apothekerin in Dresden wirkte zumindest ernsthaft besorgt und empfahl mir, definitiv auf sportliche Belastung zu verzichten. Hätte die gewusst! Ohne weitere Medikation verließ ich die Apotheke und beäugte leicht kritisch in den folgenden Stunden meine Pulsuhr. Einigermaßen normal. Oder nicht?

Weiterlesen

Zwischen Hoffen und Bangen

In den letzten Wochen habe ich oft an mir gezweifelt. Wenn ich von einem Lauf zurück gekommen bin, hätte ich die Laufschuhe ein ums andere Mal in die Ecke feuern können. So viele eher schlechte Läufe, so oft hinter den Vorgaben, so oft musste ich mich quälen. Mit jedem dieser miesen Läufe nahm meine Motivation ab, schwanden meine Zuversicht und der Glaube an das Erreichen meines selbst gesteckten Ziels.

Weiterlesen

Benther-Berg-Lauf 2018

Geliebäugelt hatte ich mit einem Start beim Benther-Berg-Lauf schon länger. Schließlich nahm ich auch in den beiden vergangenen Jahren teil und mag die familiäre Veranstaltung am Fuße des Benther Bergs, der streng genommen mehr ein Hügel ist. Doch ist man rund um Hannover eben auch keine alpinen Höhen gewöhnt. Meinen endgültigen Entschluss zur Teilnahme fasste ich dann aber doch erst am Vortag des Laufs und konnte am Ende von Glück reden, mich überhaupt noch vor Ort nachmelden zu können.

Weiterlesen

Der Kopf ist müde, die Beine schwer

Drei Monate Vorbereitung auf den 20. Piepenbrock Marathon in Dresden liegen bereits hinter mir. Sklavisch habe ich meinen Trainingsplan befolgt und pflichtschuldig jede Einheit absolviert, die auf dem Programm stand. Intervalle, Tempodauerläufe, lange und sehr lange Läufe. Erstaunt stellte ich zuletzt fest, dass es nur noch zwei wirklich lange Läufe sind – dann wird der Trainingsumfang langsam zurückgefahren. Das bedeutet, dass ich mich jetzt in der entscheidenden Phase des Plans befinde, die Wochen mit den höchsten Umfängen und längsten Läufen. Das Schlimmste habe ich also hinter mir. Ein Mal nur noch 36 km!

Weiterlesen

Ein nervöser Magen, eine neue Bestzeit und ein verfehltes Ziel

Die Strecke führt in einer Linkskehre unter einer Brücke hindurch und auf dem Asphalt liegt traurig und zerfetzt einer der beiden Ballons, an denen die Tempomacher zu erkennen sind. Der zweite Ballon flattert mit größer werdendem Abstand ein Stück voraus. Es ist der Moment, in dem ich zu realisieren beginne, dass ich nicht mehr folgen kann. Geplatzt der Traum von einer Zeit unter 3:15 Std., denke ich – genau wie der Ballon zu meinen Füßen. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich heute den Ballons hinterherlaufe. Genau genommen mache ich seit Stunden nichts anderes. Nur merke ich jetzt, wie der Abstand größer wird. Und ich kann nicht mehr zulegen, um die Lücke zu schließen. Geschlagen geben will ich mich aber noch nicht. 

Weiterlesen

Die richtige Marathon-Taktik für den HASPA Marathon 2018

Die Tapering-Phase hat begonnen: Erholung steht auf dem Programm, um am kommenden Sonntag möglichst ausgeruht und im Vollbesitz meiner Kräfte an den Start zu gehen. Die Läufe, die ich jetzt noch absolviere, haben weniger einen Trainingseffekt als einen psychologischen Charakter. Ich soll nicht einrosten und in Bewegung bleiben. Sonntag dann werde ich erstmals einigermaßen ausgeruht sein seit Wochen und die Theorie besagt, dass das einen entscheidenden Unterschied macht. Ich müsste dann in der Lage sein, das Tempo hochzuhalten und auch noch die sechs Kilometer durchzuhalten, die im Training bis zur vollen Marathondistanz gefehlt haben.

In der Theorie klingt das logisch. In der Praxis ist das bei mir schon ein paar mal schiefgegangen. Immerhin: 2015 hat es fast geklappt, aber ab Kilometer 35 wurde es ab doch ein ziemliches Gewürge. Konstant durchlaufen konnte ich damals nicht und bin auf den letzten Kilometern eingebrochen, sogar ziemlich. Trotzdem hatte ich meine Wunschzeit unterboten, weil ich zuvor im Rennen eifrig Sekunde um Sekunde „Vorsprung“ herausgelaufen hatte. Ich war praktisch permanent schneller gelaufen als geplant und träumte zwischenzeitlich schon von einer Zeit unter 3:20 Std. Die Quittung bekam ich dann später.

Weiterlesen
« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2019 80er-Kind

Theme von Anders NorénHoch ↑