80er-Kind

Geschichten aus meinem Leben, vom Laufen, Reisen und Vatersein

Kategorie: Trainingstagebuch (Seite 1 von 2)

Der Countdown zur Bestzeit nach Peter Greif – Ein Selbstversuch

Die Vorbereitung auf den Gutenberg-Marathon in Mainz geht für mich in die heiße Phase und am Sonntag steht mit dem Halbmarathon in Berlin der erste große Formtest auf dem Programm. Nur vier Wochen verbleiben noch. Vier Wochen, in denen ich meiner Form den Feinschliff gebe. Vier Wochen, in denen mich ein gewisser Peter Greif noch quälen wird. Zeit für ein Zwischenfazit und ein Ausflug in die Welt meines Trainingsplans

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Langsam laufen lernen

Ich bin verunsichert. Als ich im letzten Jahr erstmals nach längerer Marathon-Abstinenz wieder systematisch für einen Marathon zu trainieren begann, hatte ich mich sehr schnell auf einen Trianingsplan festgelegt und folgte diesem ohne große Zweifel. Diese kamen erst, nachdem ich in Hamburg einmal mehr gegen die Wand lief. Es war wie immer: 30 Kilometer lang geht es mehr oder weniger gut, dann kommt der große Einbruch.

In der Vorbereitung auf den Herbstmarathon in Dresden stellte ich dann mein Training um. Die langen Läufe machte ich jetzt noch schneller – entgegen der allgemeinen Trainingsempfehlungen, aber im Einklang mit meinem Plan. Klingt rückblicken betrachtet bescheuert, aber das war es, was ich tat. Die Zweifel allerdings begleiteten mich fortan und wurden erneut bestätigt. Anderer Lauf, gleiches Muster.

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Blut ist im Schuh

Das Bild ist schon ein paar Tage alt, aber es erinnert mich daran, dass Marathontraining auch mal schmerzhaft sein kann. Damals – im November 2013 – trainierte ich frei nach Schnauze und auf keinen speziellen Wettbewerb hin. Ich hatte schlicht vergessen, mir am Abend vor dem Lauf die Laufsocken herauszulegen und als ich frühmorgens den Schlamassel bemerkte, wollte ich Kind #1, das nachts ins Schlafzimmer gehuscht war, nicht wecken. Oder schlimmer noch: Eine Einheit ausfallen lassen! Bloß nicht.

Rücksichtnahme mit fatalem Ergebnis. 15 Kilometer oder mehr ging es gut, dann begannen die Innenseiten beider Füße zu bluten. Die Nähte hatten die Haut aufgescheuert. Das machte die letzten Kilometer zu einer lehrreichen Erfahrung. Barfußlaufen funktioniert eben nur barfuß. Oder speziellen Schuhen. Seitdem: Nie mehr ohne!

Meine erste Leistungsdiagnostik

Das Laufband, auf dem ich stehe ist riesig. Der Doc fragt mich, ob ich nervös sei, das ginge Vielen so. Es ist die Angst, sich zu blamieren. Nein, nervös bin ich nicht, sage ich nicht ganz der Wahrheit entsprechend. Ein bisschen Nervosität spüre ich schon. Vielmehr bin ich aber gespannt, auf den vor mir liegenden Stufentest. Schließlich ist es das erste Mal, dass ich einen derartigen Test durchführen lasse und weiß nicht genau, wie ich mich schlagen werde.

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Nur 10 Tage bis Damaskus

3.000 Kilometer! Seit ich meine Läufe systematisch aufzeichne, bin ich noch in keinem Jahr so viel gelaufen wie 2018. Mit meinem gestrigen Trainingslauf sind es jetzt bereits knapp über 3.000 km. Gut 1.000 km mehr als in den vergangenen Jahren und immer noch 500 km mehr als 2013, dem Jahr mit dem zweitgrößten Umfang in meiner Zeit als Läufer.

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Der Dom ist das Ziel – RheinEnergie Marathon Köln

Mit der vorgestern erfolgten Anmeldung für den RheinEnergie Marathon in Köln steht mein Gerüst für die Laufplanung 2019. Ein Marathon im Frühjahr, einer im Herbst und drumherum einige kleinere Läufe als Vorbereitung.  Was simpel klingt, war gar nicht so einfach. Auch dadurch, dass mit der Anmeldung für den Halbmarathon in Berlin einige der üblichen Frühjahrsläufe ausschieden, so zum Beispiel Bonn oder auch das Heimspiel in Hannover. Hamburg wollte ich nach meinem Start im letzten Jahr auch nicht wiederholen, womit sich das Feld der Kandidaten für das Frühjahr bereits deutlich ausdünnte. Der Marathonkalender hält für das Frühjahr tatsächlich deutlich weniger interessante große Läufe bereit als im Herbst.  Lange liebäugelte  ich mit dem VIVAWEST-Marathon, entschied mich aber dagegen, weil er schon vergleichsweise spät im Jahr stattfindet und mir die Gefahr, dass es Mitte Mai zu einer Hitzeschlacht käme, einfach zu groß war.

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Ein Jahr, drei Bestzeiten und das Ziel Sub40

2018 bin ich so viele Kilometer gelaufen wie noch nie in meinem Leben. Was einerseits daran liegt, dass ich von Verletzungen und langwierigen Krankheiten verschont geblieben bin, andererseits daran, dass ich mir hohe Ziele gesteckt hatte. 2.700 km sind es bisher und wohl an die 3.000 km am Jahresende. Knapp 60 km jede Woche bei Wind und Wetter. Und doch habe ich mein selbst gestecktes Ziel vom Marathon unter 3:15 Std. nicht erreicht. Gleich zweimal habe ich es verpasst. Zuerst im Frühjahr in Hamburg, dann erst vor kurzem in Dresden.

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Zwischen Hoffen und Bangen

In den letzten Wochen habe ich oft an mir gezweifelt. Wenn ich von einem Lauf zurück gekommen bin, hätte ich die Laufschuhe ein ums andere Mal in die Ecke feuern können. So viele eher schlechte Läufe, so oft hinter den Vorgaben, so oft musste ich mich quälen. Mit jedem dieser miesen Läufe nahm meine Motivation ab, schwanden meine Zuversicht und der Glaube an das Erreichen meines selbst gesteckten Ziels.

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Der Kopf ist müde, die Beine schwer

Drei Monate Vorbereitung auf den 20. Piepenbrock Marathon in Dresden liegen bereits hinter mir. Sklavisch habe ich meinen Trainingsplan befolgt und pflichtschuldig jede Einheit absolviert, die auf dem Programm stand. Intervalle, Tempodauerläufe, lange und sehr lange Läufe. Erstaunt stellte ich zuletzt fest, dass es nur noch zwei wirklich lange Läufe sind – dann wird der Trainingsumfang langsam zurückgefahren. Das bedeutet, dass ich mich jetzt in der entscheidenden Phase des Plans befinde, die Wochen mit den höchsten Umfängen und längsten Läufen. Das Schlimmste habe ich also hinter mir. Ein Mal nur noch 36 km!

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Die richtige Marathon-Taktik für den HASPA Marathon 2018

Die Tapering-Phase hat begonnen: Erholung steht auf dem Programm, um am kommenden Sonntag möglichst ausgeruht und im Vollbesitz meiner Kräfte an den Start zu gehen. Die Läufe, die ich jetzt noch absolviere, haben weniger einen Trainingseffekt als einen psychologischen Charakter. Ich soll nicht einrosten und in Bewegung bleiben. Sonntag dann werde ich erstmals einigermaßen ausgeruht sein seit Wochen und die Theorie besagt, dass das einen entscheidenden Unterschied macht. Ich müsste dann in der Lage sein, das Tempo hochzuhalten und auch noch die sechs Kilometer durchzuhalten, die im Training bis zur vollen Marathondistanz gefehlt haben.

In der Theorie klingt das logisch. In der Praxis ist das bei mir schon ein paar mal schiefgegangen. Immerhin: 2015 hat es fast geklappt, aber ab Kilometer 35 wurde es ab doch ein ziemliches Gewürge. Konstant durchlaufen konnte ich damals nicht und bin auf den letzten Kilometern eingebrochen, sogar ziemlich. Trotzdem hatte ich meine Wunschzeit unterboten, weil ich zuvor im Rennen eifrig Sekunde um Sekunde „Vorsprung“ herausgelaufen hatte. Ich war praktisch permanent schneller gelaufen als geplant und träumte zwischenzeitlich schon von einer Zeit unter 3:20 Std. Die Quittung bekam ich dann später.

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