80er-Kind

Geschichten aus meinem Leben, vom Laufen, Reisen und Vatersein

Autor: 80er-Kind (Seite 1 von 4)

Kostenlose Marathontrainingspläne – Eine Übersicht

Spätestens mit der Vorbereitung auf einen Marathon beginnt in der Regel die Suche nach einem geeigneten Plan, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Der Plan soll dem Training Struktur geben und vor Fehlern schützen. Welcher Plan geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab: Den persönlichen Ambitionen, der Zeit, die man in das Training investieren möchte und kann. Manchem liegt es eher, nach einer vorgegebenen Pace zu trainieren, manche mag es lieber, wenn sie auf ihren Puls schaut.

Und wo findet man solche Pläne heutzutage? Genau, im Internet. Na gut, es gibt natürlich auch unzählige Bücher mit Standardtrainingsplänen für unterschiedliche Zielzeiten, Profis, die mehr oder weniger individuelle Trainingspläne schreiben und sogar Anleitungen, wie man sich selbst einen Trainingsplan schreibt. Gerade als Einsteiger möchte man aber vielleicht zunächst die Investitionen gering halten und auf einen der kostenlose Standardtrainingspläne im Internet zurückgreifen, ohne sich gleich an die hohe Kunst zu wagen, seinen eigenen Plan zu schreiben.

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Ein Familienausflug der sportlichen Art – 11. Dammer Eldelauf

„Paaapaaaa!“ höre ich von links der Strecke. Das ist besser als EPO, verleiht meinem Schritt Flügel und zaubert mir ein Lächeln auf das Gesicht. Ich bin zwar zu schnell, um sie zu sehen, weiß aber selbstverständlich, das müssen meine Kinder sein. Ich winke in ihre Richtung, dann bin ich über die Ziellinie: Zweiter! Ich warte kurz auf die nach mir folgenden Läufer, um mit ihnen abzuklatschen, beglückwünsche den Ersten zu seinem ungefährdeten Sieg, dann bestürmen mich schon meine Kinder und sind mindestens so freudig-aufgeregt wie ich.

Nur Kind Nr. 3 ist nicht ganz zufrieden. Sie hätten meine Namen falsch gesagt, das wäre doch voll gemein! So schlimm finde ich das nicht, bin aber auch schon geschlagene 35 Jahre länger auf der Welt als er und habe mich daran gewöhnt, dass man meinen (und damit auch seinen) Namen gerne mal zu Jeschke macht. Sekunden zuvor hatte man mich als Karsten Jeschke von den Jeschke Runners angekündigt. Es war eine spontane Idee meiner laufenden Partnerin gewesen hier als Jesche Runners zu firmieren, weil wir uns erstmals mit fünf Familienmitgliedern zu einem Volkslauf gemeldet hatten – mit durchschlagendem Erfolg. Aber der Reihe nach.

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Berlin…du bist so wunderbar!? Berliner Halbmarathon 2019

Als ich mit Nils etwas abseits zwischen den Möbeltransportern mit den Kleiderbeuteln sitze, bin ich vollauf zufrieden. Schon allein, dass ich mitlaufen konnte, ist eine tolle Sache. Zufrieden macht mich auch der Kampf, den ich mir mit mir selbst geliefert habe. Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, nach einem Rennen im Ziel zu sein und zu wissen – du hast es geschafft. Hast alles mobilisiert, hast dich durchgekämpft, hast vielleicht den Lauf deines Lebens gehabt, vielleicht auch den härtesten. Es ist nicht das Ergebnis, das dieses Gefühl erzeugt, sondern einfach das Erlebnis des Laufs selbst. Mit all seinen Höhen und Tiefen, den vielen kleinen Geschichten, den Anekdoten. Jeder Lauf ist ein kleiner Kosmos an Eindrücken, etwas Bleibendes, ein kleines Stück gemeinsame Geschichte. Gerade dann, wenn man ihn mit anderen teilt.

Für mich hat es heute nicht gereicht zu einer Bestzeit, aber das war auch nicht zwingend das Ziel, das ich verfolgt habe, es wäre sogar vermessen gewesen, es anzunehmen, bei dem Trainingspensum der letzten vier Wochen. Versucht habe ich es trotzdem. Es sollte ein gelungener Formtest werden für den in vier Wochen steigenden Gutenberg Marathon. Und mit Fug und Recht kann ich sagen, dass ich den bestanden habe. Und über eine kleine Bestzeit konnte ich mich dann doch noch freuen, auch wenn sie nur inoffiziell ist.

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Der Countdown zur Bestzeit nach Peter Greif – Ein Selbstversuch

Die Vorbereitung auf den Gutenberg-Marathon in Mainz geht für mich in die heiße Phase und am Sonntag steht mit dem Halbmarathon in Berlin der erste große Formtest auf dem Programm. Nur vier Wochen verbleiben noch. Vier Wochen, in denen ich meiner Form den Feinschliff gebe. Vier Wochen, in denen mich ein gewisser Peter Greif noch quälen wird. Zeit für ein Zwischenfazit und ein Ausflug in die Welt meines Trainingsplans

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Eine schöne Art von Spam

Als ich Anfang der Woche mein E-Mail-Postfach aufräumte, schlummerte darin eine schöne Überraschung – ausgerechnet im Spam-Ordner. Absender waren die Organisatoren des VIVAWEST-Marathons, die mir ohne schnörkellos Glückwünsche nebst Freistart-Code für die diesjährige Veranstaltung am 19.5. zukommen ließen. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht mehr bewusst daran erinnern konnte, aber offenbar hatte ich an einem Gewinnspiel der Webiste laufen.de teilgenommen – was nicht ungewöhlich ist. Nur gewonnen hatte ich noch nie. Ich war ein wenig perplex von der geschäftsmäßigen Abwicklung, aber nichtsdestoweniger natürlich positiv überrascht.

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Wenn du gleichzeitig Bestzeit läufst und dir zwei Sekunden die Laune verhageln – 37. Celler Wasa-Lauf

Seit gestern habe ich nun also eine neue Bestzeit auf der 10-km-Strecke. Und doch könnte ich mich in den Hintern beißen, weil ich so ein sagenhaftes Rindvieh bin. Es wäre besser gewesen, den Teufel nicht an die Wand zu malen und vor dem Start zu witzeln, wie ärgerlich es wäre, genau 40 Minuten zu laufen. Oder 40:01 min. Ich spielte damit auf meine Zeit beim Bremer Silvesterlauf an, die nur unwesentlich über der 40-Minuten-Marke lag, die ich schon seit längerer Zeit zu unterbieten versuche. Es ist so etwas wie ein kleiner Läufertraum von mir – und von dem mich jetzt noch genau zwei Sekunden trennen.

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Langsam laufen lernen

Ich bin verunsichert. Als ich im letzten Jahr erstmals nach längerer Marathon-Abstinenz wieder systematisch für einen Marathon zu trainieren begann, hatte ich mich sehr schnell auf einen Trianingsplan festgelegt und folgte diesem ohne große Zweifel. Diese kamen erst, nachdem ich in Hamburg einmal mehr gegen die Wand lief. Es war wie immer: 30 Kilometer lang geht es mehr oder weniger gut, dann kommt der große Einbruch.

In der Vorbereitung auf den Herbstmarathon in Dresden stellte ich dann mein Training um. Die langen Läufe machte ich jetzt noch schneller – entgegen der allgemeinen Trainingsempfehlungen, aber im Einklang mit meinem Plan. Klingt rückblicken betrachtet bescheuert, aber das war es, was ich tat. Die Zweifel allerdings begleiteten mich fortan und wurden erneut bestätigt. Anderer Lauf, gleiches Muster.

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Blut ist im Schuh

Das Bild ist schon ein paar Tage alt, aber es erinnert mich daran, dass Marathontraining auch mal schmerzhaft sein kann. Damals – im November 2013 – trainierte ich frei nach Schnauze und auf keinen speziellen Wettbewerb hin. Ich hatte schlicht vergessen, mir am Abend vor dem Lauf die Laufsocken herauszulegen und als ich frühmorgens den Schlamassel bemerkte, wollte ich Kind #1, das nachts ins Schlafzimmer gehuscht war, nicht wecken. Oder schlimmer noch: Eine Einheit ausfallen lassen! Bloß nicht.

Rücksichtnahme mit fatalem Ergebnis. 15 Kilometer oder mehr ging es gut, dann begannen die Innenseiten beider Füße zu bluten. Die Nähte hatten die Haut aufgescheuert. Das machte die letzten Kilometer zu einer lehrreichen Erfahrung. Barfußlaufen funktioniert eben nur barfuß. Oder speziellen Schuhen. Seitdem: Nie mehr ohne!

Meine erste Leistungsdiagnostik

Das Laufband, auf dem ich stehe ist riesig. Der Doc fragt mich, ob ich nervös sei, das ginge Vielen so. Es ist die Angst, sich zu blamieren. Nein, nervös bin ich nicht, sage ich nicht ganz der Wahrheit entsprechend. Ein bisschen Nervosität spüre ich schon. Vielmehr bin ich aber gespannt, auf den vor mir liegenden Stufentest. Schließlich ist es das erste Mal, dass ich einen derartigen Test durchführen lasse und weiß nicht genau, wie ich mich schlagen werde.

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Nur ein paar verdammte Sekunden! 2. Silvesterlauf in Bremen

Seit ungefähr vier Kilometern habe ich nicht mehr auf die Uhr geblickt. Reiner Selbstschutz. Was sollte ich auch tun, wäre ich zu langsam? Schneller kann ich eh nicht. Ich pfeife wirklich auf dem letzten Loch. Und der leichte Anstieg hier kurz vor dem Zielbogen macht es nicht besser gemacht. Aber was heißt schon „kurz vor dem Ziel“? Verdammt lange 200 Meter sind es wohl noch bis zum Ziel. Ich bin jedenfalls nah genug, um die roten Leuchtziffern über dem Zielbogen zu entziffern. Mit einiger Mühe jedenfalls, denn mein Blick ist mindestens schon so lange nicht mehr ganz klar wie ich den Blick auf die Uhr meide.

Doch mit jedem Schritt kann ich die Zahlen deutlicher lesen. Noch bin ich leicht unter 40 Minuten, aber die Sekunden ticken unerbittlich. Das Wissen, dass die Qual gleich vorbei ist, lässt mich die letzten Funken Energie mobilisieren, die mein Körper noch zurückgehalten hat. Noch ein letztes Mal beschleunige ich und hoffe auf ein Wunder. Nichts anderes kann mir jetzt noch zum Erreichen meines angestrebten Ziels verhelfen.

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